— For the twenty-first century a far bigger goal is needed: meeting the human rights of every person within the means of our life-giving planet.
KATE RAWORTH, DOUGNUT ECONOMICS
Seven Ways to Think Like a 21st
Century Economist

oooo Über uns oooo

Für regenerative und resiliente Städte in der Metropolregion Frankfurt RheinMain.

Wir sind die Frankfurt Doughnut Coalition für die Metropolregion FrankfurtRheinMain und stehen für ein gutes Leben für alle innerhalb der planetaren Grenzen.

Unser Verständnis basiert auf dem Modell der Doughnut Ökonomie, einem ganzheitlichen Ansatz von menschlichem und planetarem Wohlergehen. Entwickelt von der britischen Wirtschafts­wissenschaftlern Kate Raworth werden hierbei die sozialen Ziele der Sustainable Development Goals mit den planetaren Belastungsgrenzen der Umweltwissenschaften miteinander vereint. In einem kurzen Video (1:11 Minuten, Youtube) erläutert sie den Grundansatz.

Die Frankfurt Doughnut Coalition ist dabei Teil der Doughnut Action Networks (DANs), welches auf Basis der Doughnut-Ökonomie weltweit transformative Kräfte in Bewegung setzt. Unser Ziel ist es, die Transformation der Metropolregion Frankfurt RheinMain voranzutreiben, um ein gutes und zukunftsfähiges Leben für alle zu ermöglichen. Getreu den Prinzipien des Doughnut Economics Action Labs (DEAL) setzen wir auf systemisches Denken, Ko-Kreation, Open Design und Zusammenarbeit auf dem Weg zu einer regenerativen und resilienten Stadt der Zukunft.

Überall auf der Welt tun sich mehr und mehr Menschen zusammen, um die transformative Kraft des Doughnut-Ökonomie Modells zu nutzen. Wir sind der festen Überzeugung, dass auch die Metropolregion Frankfurt RheinMain das Potenzial hat, hierbei eine Vorreiterrolle einzunehmen. Als Finanz- und Bankenmetropole mit Strahlkraft über die Grenzen Deutschlands hinaus sind wir in der einzigartigen Position zeigen zu können, welche Rolle unter anderem auch Finanzmarktakteure in der Entwicklung zu einer gerechteren und lebenswerteren Stadt einnehmen können.

Wie mach ich mit?

Du hast Leidenschaft und Tatendrang für das Thema und willst deinen Beitrag zur sozial-ökologischen Transformation leisten? Dann bist du bei uns genau richtig!

Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag zu einem offenen Community Meet auf Zoom. Dort tauschen wir uns zu aktuellen Themen und den Aktivitäten der FDC aus. Bei Interesse, meldet dich direkt bei uns!

E-Mail:
frankfurtdoughnut@posteo.de

Digitales Treffen:
jeden zweiten Dienstag ab 18:45 bei Zoom

oooo Entstehungsgeschichte oooo
Doughnut: Soziale und Ökologische Grundlagen

Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben gezeigt: wirtschaftliches Handeln kann nicht unabhängig von ökologischen und sozialen Realitäten betrachtet werden. Es ist klar, dass die Wirtschaftsmodelle des 19. Jahrhunderts, die noch immer Grundlage für den politischen Diskurs und damit einhergehende Entscheidungen bilden, nicht hinreichend sind um die größten Herausforderungen unserer Zeit zu überwinden. Das Doughnutökonomie-Modell von Kate Raworth liefert ein alternatives Verständnis der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zusammenhänge und basiert auf einem ganzheitlichen Lösungsansatz.

Das Modell der Doughnut-Ökonomie basiert auf dem Grundsatz, dass es ein gesellschaftliches Fundament des Wohlbefindens gibt, wo alle sozialen Grundbedürfnisse abgebildet sind, die unter Beachtung der planetaren Grenzen befriedigt werden sollten. Im "Teig" des Doughnuts - dem sogenannten "sweet spot" - befindet sich somit eine Gesellschaft im sozialen und ökologischen Gleichgewicht.

oooo Soziale Grundlagen oooo
SDGs: Social Developement Goals der UN

Bei den sozialen Grundlagen werden die sozialen Ziele der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen einbezogen, die im Jahr 2009 veröffentlicht wurden: No Poverty (1), Zero Hunger (2), Good Health and Well Being (3), Quality Education (4), Gender Equality (5), Clean Water and Sanitation (6), Affordable and Clean Energy (7), Decent Work and Economic Growth (8), Industry, Innovation and Infrastructure (9), Reduced Inequalities (10), Sustainable Cities and Communities (11), Sustainable Consumption and Production (12), Peace, Justice and Strong Institutions (12) and Partnerships for the Goals 17).

oooo Ökologische Obergrenze oooo
Forschung: Modell Planetary Boundaries

Für die ökologische Obergrenze wird auf das wissenschaftliche Modell der "planetary Boundaries" aufgegriffen, das im Jahr 2009 im Forschungsmagazin Nature unter dem Titel "A safe operating space for humanity" veröffentlicht wurde. Darin gehen die Ziele der Sustainable Development Goals Climate Action (13), Life Below Water (14) und Life on Land (15) der Vereinten Nationen auf.

ooooBeginn: Pilot-Projekte des DEAL oooo
Amsterdam: Pilotprojekt City Doughnut

Im Jahr 2019 als Gemeinwohl-Unternehmen gegründet hat das Doughnut Economics Action Lab (DEAL) das Ziel transformative Kräfte Veränderung auf Basis eines ganzheitlichen Verständnisses voranzubringen. Dafür wurde im September 2020 eine Community-Plattform gelauncht zur Vernetzung von internationalen und lokalen Initiativen, Bildungseinrichtungen, Städten, Unternehmen und Regierungen, um das Modell der Doughnut Economics in die Praxis umzusetzen.

ooooUmsetzung: Doughnut Economics in der Praxisoooo
Ebenen: Local/Global und Social/Ecological

In einer Zusammenarbeit mit dem C40 Cities Netzwerk, Circle Economy und Biomimicry 3.8 gab es im Jahr 2019 ein gemeinsames Pilotprojekt mit den Städten Philadelphia, Portland und Amsterdam. Der Ansatz war dabei das Doughnut Modell auf die Handlungsebene der Stadt herunterzubrechen und für die nachhaltige Transformation von Städten einzusetzen. Daraus ist das Handbuch "Creating City Portraits" entstanden, das auf den Erfahrungen von Amsterdam aufbaut. Der darauf basierende Amsterdam City Doughnut dient nun als Steuerungsstruktur für die Stadtentwicklung und ihrer Kreislaufstrategie 2050.

Mittlerweile gibte es weltweit Städte und Regionen, die Doughnut Ökonomie als Modell einsetzen, um Maßnahmen für eine nachhaltige wirtschaftliche Transformation vor Ort zu entwickeln, umzusetzen und mit den Doughnut-Indikatoren zu messen. Dazu gehören z.B. Kopenhagen, Melbourne oder Barcelona. In Deutschland läuft aktuell ein Pilotprojekt vom Deutschen Institut für Urbanistik mit den Städten Bad Nauheim und Krefeld, um die Anwendbarkeit des Modells in Deutschland zu erproben.

Der methodische Ansatz besteht darin ein sogenanntes "City Portrait" zu erstellen, das die Indikatoren der Doughnut Ökonomie als Steuerungstool nutzt. Ein zentrales Hilfsmittel sind dabei die "4 Lenses", die jeweils einen sozialen und ökologischen Blick auf lokalen und planetaren Beziehungen der Stadt bez. Region wirft. Die "4 Lenses" waren auch die Inspiration für unser Frankfurter Logo, das aus 4 Doughnuts besteht.

Wie der Doughnut auf unterschiedlichen Ebenen zur Anwendung gebracht werden kann, zeigen Jennifer Drouin (Amsterdam Doughnut Coalition), Willow Berzin (Regen Melbourne), Jane Brady (Devon Doughnut Collective), Roisin Markham (Irish Doughnut Economics Network) in einem Video-Gespräch, moderiert wird das Panel von unserer Gründerin Yuge Lei (Frankfurt Doughnut Coalition).

oooo Weitere Informationen oooo
Buch: Weltweite Übersetzungen
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— Aber vielleicht gerade deshalb ist das Buch so lesenswert: Weil es den Leser so erfrischend über Dystopien und News-Twittereien unserer Tage hinaus führt. Und etwas anbietet, womit in der grossen Welt-Ökonomie dieser Tage kaum noch jemand rechnet: eine Art Happy End.

THOMAS FROMM
Buch-Renzension "Die Donut-Ökonomie"
von Kate Raworth im Deutschlandfunk

oooo Frankfurt Doughnut Colition oooo